Natur erleben, Natur erfahren, sich in der Natur erleben

Spielerische, ästhetische und kreative Elemente

"Die Dinge aber erziehen uns durch die Erfahrung, die wir mit ihnen machen, und durch die Anschauung." (J.-J. Rousseau, "Emil", S.10)

"Feuer", "Wasser", "Erde", "Luft", die klassischen Elemente der griechischen Naturphilosophie stehen im Mittelpunkt vielfältiger Kontakte der Kinder und Jugendlichen mit Erscheinungsformen der Natur.

Ob beim Barfußgang im kalten Quellwasser, beim Belauschen der Bewohner der Laubstreu oder beim leisen Pirschen durch den nächtlichen Wald, immer sind es elementare Erfahrungen, die uns über unsere Sinne einen Zugang zu natürlichen Phänomenen ermöglichen.
Über diese sinnlichen Erfahrungen bauen wir Ängste ab, entdecken die Schönheiten der kleinen Wunder am Wegesrand und wecken Neugier und Interesse für die erstaunlichen Besonderheiten der Natur.

Natur beobachten, Natur untersuchen, Natur erkennen

entdeckende, experimentelle Elemente

"Also Erkenntnis der Gesetzmäßigkeiten aufgrund der Anschauung muß ein Ziel des naturkundlichen Unterrichts sein." (Friedrich Junge, 1885)
Grundlegende naturwissenschaftliche Methoden und Arbeitstechniken haben hier ihren Platz: So liefern uns einfache aber verblüffend genaue Messmethoden Antworten auf folgende Fragen: "Wie schnell fließt der kleine Bach?", "Wie hoch ist dieser Baum?" oder "Wie sauer ist der Saure Regen?".
Der Blick durch Lupe, Binokular oder Mikroskop erschließt uns die faszinierende Welt des Mikrokosmos im Waldboden oder unseren Fließgewässern.
Genauere chemische, physikalische und biologische Analysen ermöglichen uns schließlich tiefere Einblicke in die ökologischen Teilsysteme (Boden, Wasser, Luft, Pflanzen etc.) und erleichtert uns das Verstehen komplexre ökologischer Zusammenhänge.

Natur pflegen, Natur gestalten, Natur schützen

konzeptionelle, praktische und handwerkliche Elemente

"Plus exemplo quam verbo" (mehr durch das eigene Handeln als durch Worte wirken)(FRANZ VON ASSISI 1181-1226)

"Natur nutzen" bedeutet in vielen Fällen leider auch "Natur stören und gefährden".
Die gewonnen Erkenntnisse müssen daher in Konzepte und konkrete Maßnahmen einfließen und zur Vermeidung von Naturbelastung und Naturzerstörung genutzt werden.

Die Pflege von Wanderpfaden, das Anlegen von Zustiegswegen, die Übernahme von Bach- oder Felspatenschaften oder die Entwicklung von Freizeit- und Natursportkonzepten vor Ort sind Beispiele für die Umsetzung theoretischer Erkenntnisse in praktische Naturschutzmaßnahmen und erfüllen mit der Verbindung von "Kopf" und "Hand" die Forderung nach einer ganzheitlichen Bildungs- und Erziehungsarbeit.